„Ausbildungspaten – vom Cooperate Volunteering zum CSR zwischen Sportvereine und Wirtschaft“

Turnklubb zu Hannover

Projektbeginn: 01.01.2015

Projektende: 31.12.2015

Kurzbeschreibung

Mit dem Projekt „Ausbildungspaten – vom Cooperate Volunteering zum CSR zwischen Sportvereine und Wirtschaft“ sollen junge und ältere Menschen in kleinen-/mittelständischen Betrieben oder auch größeren Unternehmen für ein freiwilliges Engagement im Sport und Sportvereinen aktiviert werden. Außerdem sollen über die Methode Cooprate Volunteering CSR Prozesse zwischen dem TKH und Firmen angeschoben werden. Die Zielgruppe ist zwischen 16 und 66 Jahren alt und befindet sich im Berufseinstieg, mitten im Erwerbsleben oder am Ende der Berufstätigkeit. Als mögliche Kooperationspartner kommen Betriebe aus der Region Hannover in Frage, des Weiteren werden Universitäten und Schulen angesprochen um Schüler bzw. Studenten für ein Ehrenamtliches Engagement zu aktivieren. 
Ziel ist es, die Berufstätigen als Freiwillige für die Mitarbeit im Sport zu gewinnen. Unterstützend sollen ihnen erfahrene Vereinsmitarbeiter, Trainer oder Betreuer zur Seite stehen. Im Idealfall werden die Projektteilnehmer so in eine Dauerhafte Tätigkeit im Ehrenamt herangeführt und über das Projekt hinaus gebunden. Die Umsetzung soll in der Stadt und Region Hannover (TK Hannover) erfolgen, da hier eine große Anzahl von Betrieben in kurzer Entfernung vorhanden sind. Auch Vorteilsaktionen und Betriebssportangebote können daraus resultieren.

 

Beschreibung der Ausgangslage / Situation vor Projektstart

Vor dem Start des Projektes waren im TKH etwa 300 ehrenamtliche Mitarbeiter aktiv. Die Gründe für ein Engagement sind so verschieden, wie ihre Einsatzorte. Festzuhalten ist dennoch, dass es wenig junge Leute gibt, die sich freiwillig Engagieren. Große Kooperationen mit Firmen sind bislang leider noch nicht vorzuweisen, was die Priorität des Projektes unterstreicht. Auch Betriebssportangebote und weitere CSR- bzw. Vorteilsaktionen sind vor Projektstart kaum zu verzeichnen. Seitens von unternehmen gibt es in der Region Hannover nahezu keine CSR Beispiele oder CV-Einsätze.

 

Konkrete Zielsetzung

Ein Ziel ist es möglichst viele Leute für ein ehrenamtliches Engagement zu motivieren und diese dann auch langfristig im Verein zu halten. Ein weiteres Ziel ist es, starke lokale Betriebe für eine gemeinsame Partnerschaft zu suchen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Förderung der Ehrenamtlichen, damit diese eine langfristige Verbesserungen ihrer persönlichen Fähigkeiten erreichen. Ein drittes Ziel ist die Initiierung von Betriebssportangeboten durch den TKH in Firmen.

 

Welche Maßnahmen wurden im Verlauf des Projektes umgesetzt?

Es wurden verschiedene Konzepte durch den TKH zu den verschiedensten Themengebieten entwickelt. Dazu wurden auch neue Themenbereiche implementiert, um so auch neue Produkte zu schaffen, wie zum Beispiel die Vorstellung der TKH Betriebssportförderung in Firmen, das Anschreiben von Unternehmen zum möglichen Einsatz ihrer Mitarbeiter im TKH oder Beratungsstunden zum Thema Ehrenamt. Es gab eine Anzahl von kleineren Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein Adventsbasar, aber auch große Veranstaltungen. Hervorzuheben sind hierbei die Saisoneröffnung "TKHasenheide", die Laufveranstaltung KKH-Lauf, Feriencamps, der Gesundheitstag im TKH und der Lönsparklauf, auf denen gezielt Menschen zum Thema CV und CSR angesprochen wurden. Insbesondere die Kooperation mit dem Lions Club Hannover Leibniz erwies sich als gute Plattform. Auch die Gestaltung eines Bereichs auf der TKH Homepage zum Thema trugen Früchte. Am besten hat sich jedoch die direkte Ansprache von Firmen wie Eichels-Event, das GOP-Varieté, der Zoo-Hannover oder die Handball-Recken erwiesen. 

 

Was hat sich im Verein / Verband durch das Projekt verändert?

Der Verein hat viele starke Partnerschaften gewonnen, so sind die Partnerschaften mit dem Handballern von der TSV Hannover Burgdorf, die KKH, die Sabine-Blindow-Schule und der Hannover Marathon besonders hervorzuheben. Es sind viele besondere Events entstanden, so wurde beispielsweise durch Schüler der SBS ein Zumbaevent für einen guten Zweck organisiert. Vielen Betriebe haben den Wert des Sports erkannt und haben eine Betriebssportgruppe gegründet, die bei uns im TKH durchgeführt werden. Ebenfalls fällt es nun leichter, Firmen und Institutionen mit den Good-Praxis Modellen für eine Zusammenarbeit zu begeistern. So konnte der Zoo Hannover für den Betriebssport und weitere Aktionen gewonnen werden.

 

Was können andere Vereine / Verbände aus Ihrem Projekt lernen?

Der TKH hat eine Vorgehensweise entwickelt, um Betrieben eine Zusammenarbeit mit Vereinen, insbesondere in der betrieblichen Gesundheitsförderung, attraktiv anzubieten. Mit dieser Zusammenarbeit und Gesundheitsförderung soll beispielsweise eine Eingliederung von Mitarbeitern besser funktionieren und ein Gleichgewicht zwischen Arbeit-Stress-Bewegung-Entspannung schaffen um auch einen Ausgleich zu schaffen und damit auch die Gesundheitlichen Risiken zu senken. Auch der Nutzen für eine Firma oder Institution in Hannover in Form eines Engagements in einem Verein wird insbesondere im Bereich des Image deutlich.  Insbesondere können andere Vereine lernen, dass eine Ansprache von anderen durchaus kommerziell ausgerichteten Kultureinrichtungen einer Stadt erfolgversprechend für eine Kooperation im Sinne des CSR ist. Auch die Gewinnung von Unternehmen für den Betriebssport eine Methode der gezielten Zusammenarbeit. Das Cooperate Volunteering ist nicht die beste Methode, mit Firmen zusammenzuarbeiten. Wichtig ist auch die Kombination von persönlicher Ansprache mit hochwertigen PR Materialien.

 

Was hat Ihnen bei der Umsetzung des Projektes geholfen?

Fördernde Faktoren waren die Erstellung eines Akquisefolders sowie einer Homepage, die Reflexion aus gescheiterten Gesprächen und Kooperationen, die Präsentation des TKH auf Veranstaltungen sowie der beitritt des Vereins in Netzwerke wie der City-Gemeinschaft Hannover.

 

Was hat Sie bei der Umsetzung des Projektes behindert?

Bei vielen Betrieben in der Region war es sehr schwierig zu einem Gespräch zusammen zukommen, denn für einige war es schlecht nicht attraktiv mit uns zu kooperieren, hier konnte selten zu den Verantwortlichen vorgedrungen werden. Zusammenfassend ist zu erwähnen, dass bei vielen Betrieben die Bereitschaft einfach gefehlt hat.

 

Was würden Sie beim nächsten Projekt anders machen?

Wir würden noch mehr Mittel in die eigne Öffentlichkeitsarbeit, Medien und Printprodukte investieren. Hierzu haben allerdings die Mittel gefehlt.

 

Wie wird das Projekt im Verein / Verband weitergeführt?

Durch dieses Projekt haben wir viele neue Leute für ein Ehrenamt gewonnen. Dank der vielen guten Qualifizierungsmaßnahmen, konnten wir viele langfristig im Verein halten und weiterbeschäftigen. Die Kooperation mit der Sabine-Blindow-Schule ist sehr erfolgreich und es wurde sogar schon der erste Praktikant im TKH beschäftigt. Zusätzlich werden die Erfahrungen die der TKH durch dieses Projekt erzielt hat in verschiedenen Workshops an Interessenten weitergegeben.

 

Beurteilung des Projektes

Der Projektverlauf war insbesondere im Jahr 2015 erfolgreich. Hier konnten Kooperationen gefestigt werden, neue Engagierte aus Firmen gewonnen werden und CSR Kampagnen umgesetzt werden. Die Vorbereitung im jahr 2014 hat zu lange gedauert. Auch die Rückmeldungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung waren enttäuschend. dennoch hat sich das Projekt gelohnt, es sind 5 neue CSR Partnerschaften entstanden und zwei Betriebssportprojekte dazugekommen. Auch neue ehrenamtliche konnten gewonnen werden.

 

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