Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements auf Gliederungsebene des Handball-Verbandes Niedersachsen e.V.

Handball-Verband Niedersachsen e.V.

Projektbeginn: 01.09.2014

Projektende: 31.08.2016

Kurzbeschreibung

Die demographische Entwicklung und Veränderungen im Freizeitverhalten sowie steigende Anforderungen in Beruf und Ausbildung stellen den ehrenamtlich organisierten Sport zunehmend vor neue Herausforderungen - insbesondere in der Gewinnung und Bindung ehrenamtlicher Funktionsträger für Leitungsfunktionen und Wahlämter. Ziel des vom Landessportbund Niedersachsen geförderten Projektes ,,Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements auf der Ebene der Gliederungen des Handball-Verbandes Niedersachsen" ist die Analyse der lst-Situation anhand der Modellregionen Luneburger Heide, Südniedersachsen und Ostfriesland sowie die Erarbeitung von Lösungsansätzen und Qualifizierungsmaßnahmen auf Basis einer Stärken- Schwächenanalyse. Die Ergebnisse des Projektes sollen allen 13 Gliederungen des Verbandes zur Verfügung gestellt werden.
Begleitet wird das durch die Unternehmensberatung Bergner.biz moderierte Projekt durch die jeweiligen Regionsvorstände und die Mitgliedsvereine. ln der Lenkungsgruppe wirken haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Verbandes mit.

 

Beschreibung der Ausgangslage / Situation vor Projektstart

Ziel des im Jahr 2007 durch den Verbandstag des Handball-Verbandes Niedersachsen beschlossenen Strukturreformprozesses war die Bündelung von Kräften und die Erzeugung von Synergien durch die Zusammenlegung von ehemaligen Handball-Kreisen zu Regionen beziehungsweise Gliederungen. Verbunden damit war die Auflösung der ehemaligen Handball-Bezirke in ihrer Funktion der zweiten Venrualtungsebene.
Die demographische Entwicklung und Veränderungen im Freizeitverhalten sowie steigende Anforderungen in Beruf und Ausbildung machen es für die Gliederungen zunehmend schwieriger, für die einzelnen Funktionen in den unterschiedlichen Ressorts in ausreichendem Maße Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen. Folgen sind die Besetzung mehrerer Funktionen durch einen Mitarbeiter beziehungsweise Vakanzen in den Funktionen. Sach- und Fachkompetenz der Mitarbeiter gehören mangels qualifizierten lnteressenten nicht zu den Auswahlkriterien.

 

Konkrete Zielsetzung

1. Vertiefende Klärung der tatsächlich notwendigen Aufgaben
2. Schaffen von Beteiligungsangeboten
3. Entwicklung von Bildungsangeboten
4. Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern vor Ort
5. Übertragung der Ergebnisse dieses Modellprojektes auf zahlreiche andere LFV bzw. die Gesamtorganisation
 

Welche Maßnahmen wurden im Verlauf des Projektes umgesetzt?

21. März 2015 - Vorstellung Projekt im Erweiterten Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen - mit Auswahl der Modellregionen
07. Mai 2015 - Abstimmungsgespräch mit Modellregionen
09. Mai 2015 - Kick-off-Veranstaltung Modellregion Südniedersachsen (siehe Anlage)
30. Mai 2015 - Kick-off-Veranstaltung Lüneburger Heide (siehe Anlage)
18. September 2015 - Evaluierungstreffen Lenkungsgruppe
17. Oktober 2015 - Themen-Workshop Lüneburger Heide (siehe Anlage)
06. November 201 5 - Vorgespräch Kick-off-Veranstaltung Ostfriesland
07. November 2015 - Kick-off-Veranstaltung Ostfriesland (siehe Anlage)
22. Januat 2016 - Evaluierungstreffen Lenkungsgruppe
03. Juni 2016 - Vorstellung Projektergebn¡sse EMe¡tertes Präsidium
25. Juli 2016 - Evaluierungstreffen Lenkungsgruppe

 

Was hat sich im Verein / Verband durch das Projekt verändert?

lm Zuge des Prozesses entstanden auf Basis der Anforderungen der Modellregionen Lüneburger Heide, Südniedersachsen und Ostfriesland konkrete Aufgaben- und Tätigkeitsbeschreibungen; unter anderem für die Funktionen Vorsitzender, stellvertretender Vorsitzender Recht, stellvertretender Vorsitzender Finanzen, stellvertretender Vorsitzender Bildung und Entwicklung, stellvertretender Vorsitzender Spieltechnik, stellvertretender Vorsitz Jugend und stellvertretender Vorsitzender Öffentlichkeitsarbeit (Entwürfe siehe Anlage). Bisherige Teilaufgaben der Ressorts wurden auf Nutzen und tatsächliche Zuständigkeit der einzelnen Mitarbeiter überprüft.
Konkrete Aufgaben- und Tätigkeitsbeschreibungen sollen zukünftig Überlastungen einzelner ehrenamtlicher Mitarbeiter vermeiden. Sie dienen der Akquise neuer Mitarbeiter und der Entwicklung konkreter Weiterbildungsmaßnahmen für die unterschiedlichen Ressorts.

 

Was können andere Vereine / Verbände aus lhrem Projekt lernen?

Für die Akquise zusätzlicher Mitarbeiter für Verein und Verbände sind konkrete Aufgabenbeschreibungen unerlässlich; zum einen um vor der Übernahme der Funktion lnteressenten den tatsächlichen Aufwand zu beschreiben, zum anderen um Verantwortlichkeiten klar abzugrenzen. Auf Aufgabenbeschreibungen abgestimmte Weiterbildungsangebote geben Sicherheit in der Funktionsausübung und fordern den Dialog mit Mitarbeitern in ähnlichen Funktionen.

 

Was hat Ihnen bei der Umsetzung des Projektes geholfen?

Um bestehende Strukturen zu verändern, ist der Blick von außen von Vorteil. Die Begleitung des Prozesses durch die externe Moderation (Bergner.biz) war der Sache dienlich.

 

Was hat Sie bei der Umsetzung des Projektes behindert?

Lange Entscheidungswege und die fehlende räumliche Nähe der Projektpartner behinderten das Projekt. Durch die Einbindung von Funktionern aus den operativen Abläufen der Gliederungen gestalteten sich insbesondere Terminabsprachen und Terminfindung schwierig.

 

Was würden Sie beim nächsten Projekt anders machen?

Zielorientierung auf Basis tatsächlich zur Verfügung stehender Ressourcen; gegebenenfalls unter Freistellung von Mitarbeitern im Haupt- und / oder Ehrenamt zur Projektbegleitung. Fokussierung auf eine Modellregion.

 

Wie wird das Projekt im Verein / Verband weitergeführt?

Kommunikation der Aufgaben- und Tätigkeitsbeschreibungen in alle Gliederungen des Handball-Verbandes Niedersachsen mit anschließender Abstimmung der betroffenen Funktioner Entwicklung von an konkreten Zielgruppen orientierten Weiterbildungen.

 

Beurteilung des Projektes

Die demographische Entwicklung und Veränderungen im Freizeitverhalten sowie steigende Anforderungen in Beruf und Ausbildung stellen den ehrenamtlich organisierten Sport zunehmend vor neue Herausforderungen - insbesondere in der Gewinnung und Bindung ehrenamtlicher Funktionsträger für Leitungsfunktionen und Wahlämter. Das Projekt hat einen Beitrag dazu geleistet, die tatsächlichen Problemstellungen sowie die Anforderungen und Bedarfe der Gliederungen und der Mitgliedsvereine zu erkennen. Auf Basis dieser Erkenntnisse sich anschließende Prozesse scheinen zielführend.

 

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