Junges Engagement im TSV Liekwegen neu gedacht

TSV Liekwegen

Projektbeginn: 15.08.2015

Projektende: 15.08.2017

Kurzbeschreibung

Um "schon heute an morgen" zu denken, möchten wir das Thema "Junges Engagement" intensiv bearbeiten und Jugendlichen Lust auf Beteiligung im Sportverein machen. Wir glauben, dass nur ein Sportverein mit vielen engagierten Jugendlichen auch langfristig die Vorstandsnachfolge gut regeln kann.
Mit dem Einsatz eines FSJlers im Verein, der zur Hälfte seiner Einsatzzeit in der IGS der Samtgemeinde eingesetzt ist, wollen wir über diese Kooperation neue Jugendliche für die Mitgestaltung im Verein begeistern.
Gemeinsam mit der Jugendleitung des Vereins soll dieser FSJler ein J-Team im Verein begleiten. Das J-Team wird die Veranstaltungen des Vereins um Angebote von Jugendlichen für Jugendliche erweitern. Ebenso wird es gemeinsam mit dem Vorstand helfen, das Engagement im Verein zu fördern und jährliche Helferaktivitäten für alle Sparten- und Altersgruppen organisieren.

Beschreibung der Ausgangslage

Es gab schon vor Projektbeginn in allen Sparten einzelne junge Engagierte, die allerdings nicht spartenübergreifend vernetzt oder bekannt waren. Über den eigentlichen Trainings- und Übungsbetrieb hinaus gab es im Verein keine strategisch geplanten Möglichkeiten, sich zu engagieren und Ideen einzubringen bzw. mitzugestalten.

Was soll durch das Projekt erreicht werden?

Ab 2015 soll das J-Team fester Bestandteil in der Vereinskultur des TSV Liekwegen sein und dem jungen Engagement im Verein ein Gesicht geben.

Die Gewinnung und Bindung neuer jugendlicher Mitgestalter und Sporttreibender im Verein soll über die enge Kooperation mit der ortsansässigen Schule erfolgen.

Das Projekt soll die Rahmenbedingungen für junges Engagement verbessern, das nicht amtgebunden ist. In enger Absprache mit der Jugendleitung und trotzdem eigenständig sollen Jugendliche Projekte initiieren und sich ausprobieren können. Der FSJIer fungiert als Ansprechpartner für die Jugendlichen und als Schnittstelle zum erweiterten Vorstandsteam. Aus dem Wunsch der Jugendlichen heraus, mehr Angebote für die genannte Altersgruppe zu bieten, werden diese selbst an Projektarbeit herangeführt.

Welche Maßnahmen wurden im Verlauf des Projektes umgesetzt?

1.  Die Kooperation mit der IGS Helpsen ist im dritten Jahr erfolgreich, interessierte Schülerinnen und Schüler werden zu einer Mitarbeit im J-Team eingeladen

2.   Das J-Team hat sich nach rund 2 Jahren mit aktuell 16 Mitgliedern etabliert.

3.   Die jährlichen Aktionen wie das Familienfest und der Weihnachtsmarkt werden durch das J-Team um Aktionen bereichert, die Kinder und Jugendliche begeistern. Hier wirbt das J-Team aktiv um die Mitarbeit

4.   Das J-Team hat eigeninitiativ ein Bubblesoccer-Turnier für ca. 70 Helfer im Sportbetrieb des Vereins organisiert. Vorangegangen war eine Jugendberatung zum Einstieg in das Projekt, (https://www.schulsportweiten.de/video/mitarbeit-im-j-team)


Bei der jährlichen Ferienbetreuung schnuppern die neuen Mitglieder des J-Teams in das Engagement im Verein hinein, lernen die Strukturen kennen und führen eigene kleine Aktionen durch. Zur Vor- und Nachbereitung wird besonderen Wert auf Teamerevents mit sozialem Charakter zur Stärkung der Gemeinschaft und einer guten Anerkennungskultur gelegt.

Was hat sich im Verein / Verband durch das Projekt verändert?

Das junge Engagement hat ein klares Gesicht bekommen, das J-Team bringt die Engagierten spartenübergreifend zusammen und hat eine Gemeinschaft geformt, die immer mehr Zulauf findet. Davon profitieren die Sparten im Trainingsbetrieb, der Gesamtverein bei Veranstaltungen und die Zielgruppe selbst durch gute Angebote für Kinder und Jugendlichen von den Jugendlichen selbst. Es werden neue, frische Wege gegangen, Trends ausprobiert und viel Gestaltungsraum vonseiten des Vorstandes ermöglicht. Auch die Bindung der ehemaligen FSJIer klappt über das J-Team prima, alle 4 sind gemeinsam bei Veranstaltungen bei.

Was können andere Vereine / Verbände aus ihrem Projekt lernen?

Jugendliche haben sensationelle Ideen, viel Lust, diese umzusetzen und ihren eigenen Weg, ein Ziel zu erreichen. Geduld und Gelassenheit sowie viele Freiräume durch die begleitenden Funktionsträger im Verein schaffen einen unschätzbaren und nachhaltigen Nutzen. Vor allem aber können die Jugendlichen selbst viel besser andere Jugendliche für ein Engagement im Verein begeistern.

Bei uns hat die Begleitung durch das Team aus Jugendleiter und Engagementberaterin eine gute Verknüpfung zum Vorstand gebildet. Das J-Team zum Leben erweckt hat ein konkreter Mini-Projektauftrag durch dieses Team und eine Jugendberatung, um die Ideen zu bündeln und zu strukturieren.

Was hat Ihnen bei der Umsetzung des Projektes geholfen?

- Kenntnisse zum Freiwilligenmanagement bei der Projektbegleiterin

- finanzielle Freiräume über das Projekt, um Ideen umzusetzen

- ein Vorstand, der der Umsetzung des Projektes viel Raum gelassen hat

- ein starker Partner (IGS Helpsen), um sich als gemeinsame Einsatzstelle auszuprobieren

Was hat Sie bei der Umsetzung des Projektes behindert?

Sofern ein J-Team neu gegründet wird, macht es Sinn, gleich einen ersten Projektauftrag damit zu verknüpfen. Das hat im 1 Projektjahr nicht gut funktioniert.Die alleinige Begleitung durch einen FSJIer ist durch die Kürze des FSJ nicht ratsam, aber die organisatorische Leitung des Teams funktioniert gut.

Wie wird das Projekt im Verein / Verband weitergeführt?

Wir werden weiter FSJIer haben, der Verein hat den absoluten Mehrwert erkannt.

Es gilt, das J-Team weiter zu begleiten, zu erweitern und mit konkreten Wünschen vonseiten des Vereins um Mitgestaltung zu bitten.

Die IGS bleibt auch über das Projekt hinaus der Kooperationspartner und die Begleitung liegt weiter in den Händen der Jugendleitung.

Beurteilung des Projektes

Das Projekt hatte für den Verein einen hohen Nutzen:

-     4 Menschen im FSJ begleitet und weiterhin an den Verein gebunden

-     ein J-Team aus aktuell 16 Mitgliedern geformt, Tendenz steigend

-     eine neue Form der Dankeschön- und Anerkennungskultur spartenübergreifend entwickelt, die auch in die einzelnen Sparten des Vereins reicht und neugierig gemacht hat

Der Aufwand der Initiierung und Begleitung des J-Teams und die Orientierung zu einem spartenübergreifenden Freiwilligenmanagement war sehr hoch aber trotzdem alle Mühen wert. Erfolge haben sich allerdings erst nach ca. 1 Jahr eingestellt. Der Start einer Kulturveränderung, zumindest in den ersten Schritten, ist nun gemacht.

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