Soziale Talente - Jugendliche für ihr Ehrenamt auszeichnen

Sportjugend und Stadtsportbund Göttingen

Projektbeginn: 15.02.2015

Projektende: 31.07.2015

Kurzbeschreibung

Die Sportjugend und der Stadtsportbund Göttingen haben auf dem Stadtsporttag am 4. Mai 2015 acht jugendliche soziale Talente aus Sportvereinen und -verbänden ausgezeichnet. Die Göttinger Sportvereine und -verbände konnten junge Menschen im Alter von 16 – 25 Jahren benennen, die sie aus ihrer Sicht für ehrungswürdig hielten. Die Vereine sollten die Nachwuchsehrenamtler möglichst ausführlich beschreiben und ihr jeweiliges besonderes Engagement im Sport benennen.

Mit der Ehrung soll jugendliches Engagement in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt werden. Die Sportjugend und der Stadtsportbund Göttingen möchten mit dieser Ehrung die Arbeit der jungen Vereinsmitarbeiter anerkennen, neue Mitglieder zur Mitarbeit im Verein motivieren und zugleich der Öffentlichkeit die Wichtigkeit des Ehrenamtes deutlich machen. Durch die Wertschätzung sollen Jugendliche positiv über ihr Ehrenamt sprechen und andere zur Mitarbeit motivieren. 

Die Ehrungsordnung des Stadtsportbundes würdigte bislang in erster Linie Engagement, welches über einen langen Zeitraum (15 Jahre und länger) umgesetzt worden ist. Dies schließt Jugendliche aus. Junges Engagement ist aber umso wichtiger, da hier die zukünftigen Vereinsmitarbeiter heranwachsen. Diese gilt es, für Engagement zu motivieren und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die sie dauerhaft mit Freude im Sportverein aktiv sein lassen. 
Insgesamt wurden 17 Vorschläge aus neun Vereinen eingereicht. Acht Personen erhielten dann im Rahmen des Stadtsporttages eine Auszeichnung, die anderen neun Personen haben eine lobende Anerkennung ausgesprochen bekommen. Für die fünfköpfige Jury wurde vorab eine Präsentationsmappe mit alle Vorschlägen zusammengestellt.

 

Beschreibung der Ausgangslage / Situation vor Projektstart

Die Ehrungsordnung des Stadtsportbundes würdigte bislang in erster Linie Engagement, welches über einen langen Zeitraum (15 Jahre und länger) umgesetzt worden ist. Dies schließt Jugendliche aus. Junges Engagement ist aber umso wichtiger, da hier die zukünftigen Vereinsmitarbeiter heranwachsen. Diese gilt es, für Engagement zu motivieren und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die sie dauerhaft mit Freude im Sportverein aktiv sein lassen. 

 

Konkrete Zielsetzung

Mit der Ehrung soll jugendliches Engagement in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt werden. Vereine sollen mit diesem auffordernden Impuls von Außen zum Reflektieren über "ihre" Jugendlichen angeregt werden. Jeder Verein kann diese Ehrung auch als Vorlage für interne Anerkennungskultur nutzen. Mittels Öffentlichkeitsarbeit soll die Aktion  publik gemacht werden. Durch die Wertschätzung sollen Jugendliche positiv über ihr Ehrenamt sprechen und andere zur Mitarbeit motivieren.

 

Welche Maßnahmen wurden im Verlauf des Projektes umgesetzt?

Nach der Auswahl wurden alle Jugendlichen professionell abgelichtet. Zudem wurden der Presse ausführliche Daten zum Engagement der jungen Ehrenamtler übermittelt, so dass diese ausführlich vorgestellt wurden. Die Jugendlichen sind bei uns in einem besonderen Verteiler und erhalten regelmäßig Infos aus dem SSB und der Sportjugend beziehungsweise auch schon einmal Helferanfragen zur Unterstützung bei sportlichen Events des Stadtsportbundes oder der Sportjugend.

 

Was hat sich im Verein / Verband durch das Projekt verändert?

Durch die Vorbildfunktion hat sich hoffentlich das Bewusstsein der Vereine innerhalb des Stadtsportbundes positiv verändert. Soll heißen, dass die Vereine jetzt bestenfalls auch über kleinere Anerkennungsformate wie "Jugendlicher des Jahres / der Abteilung" etc. nachdenken. Es ist positiv über die Ehrung gesprochen worden, was zu einem Imagegewinn führt. 

 

Was können andere Vereine / Verbände aus Ihrem Projekt lernen?

Eine Jugendehrung ist schnell umsetzbar. Die in Göttingen gesammelten Erfahrungen stellen wir gerne zur Verfügung. Wichtig ist, die Ehrung im entsprechenden Rahmen vorzunehmen. Auf dem Stadtsporttag wurde von jedem Jugendlichen ein von einem Fotografen erstelltes Sportporträtbild per Beamer auf Leinwand projeziert und jedes Soziale Talent wurde durch den Moderator kurz vorgestellt.

 

Was hat Ihnen bei der Umsetzung des Projektes geholfen?

Die örtliche Presse hat die Sozialen Talente im Sportteil in loser Reihenfolge einzeln mit Foto vorgestellt. Das hat dazu beigetragen, die Idee des Projektes, junges Engagement ins anzuerkennen, ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zur rücken.

 

Was hat Sie bei der Umsetzung des Projektes behindert?

Hemmende Faktoren hat es von der Idee und Umsetzung her nicht gegeben. Allerdings ist zu bedenken, dass auch das formlose Beschreiben und Benennen der Sozialen Talente für viele Vereine eine "ehrenamtliche Zusatzaufgabe" ist, die jemand innerhalb des Vereins übernehmen muss. Wir haben einige Vereine noch einmal erinnernd angesprochen. Unsere These ist, dass es eigentlich in jedem  Verein mindestens einen Jugendliche gibt, der diese Ehrung verdient hätte.

 

Was würden Sie beim nächsten Projekt anders machen?

Da wir die Vereine aufgefordert haben, ihre Jugendlichen formlos unter Angabe der persönlichen Daten etc. zu benennen, wurde häufig vergessen, beispielsweise diese Daten mit zu benennen. Die benötigen wir zur Kontaktaufnahme und zur Absprache des Fototermins etc. Auch waren manche Beschreibung sehr knapp, so dass sich die Jury, die die Benannten ja nicht kennt, dann nur schwer ein Bild von dieser Person machen kann. Wir überlegen deshalb, ob wir ein halb standardisiertes Formular entwickeln, welches man am PC mit einer Mindest- und Höchstzahl von Zeichen ausfüllen kann. Ebenfalls mit Feldern für die persönlichen Daten (Handy, Mail) der Jugendlichen.

 

Wie wird das Projekt im Verein / Verband weitergeführt?

Es ist angedacht, die Ehrung in regelmäßigen Abständen von zwei Jahren durchzuführen. Auch könnte es in der aktuellen Situation eine Sonderehrung für jugendliches Engagement im Rahmen von Integrationsmaßnahmen (Sport mit Flüchtlingen) geben. 

 

Beurteilung des Projektes

Das Projekt kann unter den oben genannten Aspekten als gelungen und nachahmenswert bezeichnet werden. Es ist bei den Jugendlichen und auch bei den beteiligten Vereinen auf sehr positive Resonanz gestoßen.

 

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